SALZGITTER ZEITUNG BERICHTET ÜBER UNSER VERFAHREN ZUR ASBESTENTSORGUNG

In den 1960er-Jahren war Asbest "everybody’s darling". Ein Material, mit dem sich alles machen ließ, das für fast jeden Zweck eine tolle Eigenschaft mitbrachte: In der Wärmedämmung, als Baustoff, in der Autoreifenindustrie, bei Arbeitsschutztextilien.

Inzwischen weiß man, dass das Einatmen der Fasern krebserregend sein kann und versucht, den alten Asbest zu entfernen – aber weil die Fasern so klein sind und eine Entfernung, etwa von Fußbodenbelägen samt Kleber und Estrich richtig Aufwand bedeutet, kann das ganz schön ins Geld gehen.

Ein neues Verfahren erleichtert es, asbesthaltige Kleber zu entfernen – und spart dadurch viel Zeit und Geld. Die Firma Borchers aus Engelnstedt, Fachbetrieb für Fußbodentechnik, wendet das Verfahren an – „die Auftragsbücher sind gut gefüllt“, verrät Inhaber André Reinheckel.

Das Geheimnis? Nur die zu bearbeitende, relativ kleine Fläche wird abgeschirmt. „Das Gerät arbeitet mit einer Ansaugglocke“, verdeutlicht Reinheckel. "Wenn der Unterdruck nicht funktioniert, schaltet sich die Maschine ab. Was abgeschliffen wird, kann sofort per Industriesauger entfernt werden". Früher habe man den gesamten geplanten Arbeitsbereich abschirmen müssen, gesichert durch Schleusen.

Denn nicht nur die asbesthaltigen Platten, sondern auch der Klebstoff darunter muss entfernt werden. Das war früher eben auch mit der Entsorgung des gesamten Estrichs verbunden, erläutert Reinheckel. Bei dem neuen Verfahren wird der Klebstoff abgeschliffen, der Estrich aber bleibt. Während der Arbeit werde zudem die Faserzahl gemessen.

Das abgesaugte Material wird als Sondermüll entsorgt. Natürlich werde das Unternehmen sorgfältig geprüft, wie überall, wo es um Gesundheit geht, auch die Mitarbeiter würden alle zwei Jahre speziell medizinisch untersucht. „Der gesamte Fuhrpark wird einmal im Jahr gereinigt“, sagt Reinheckel, der die gute Zusammenarbeit mit dem Gewerbeaufsichtsamt lobt.

Bundesweit wenden 38 Firmen das Verfahren an, weiß der Geschäftsinhaber, dazu sind ein spezielle Ausbildung und ein Sachkundenachweis nötig. „In Salzgitter gibt es noch viel Asbest“, informiert Reinheckel, der das Unternehmen 2006 übernommen hat. 18 Mitarbeiter hat er heute, damals waren es vier. Reinheckel bildet auch aus, derzeit sechs zukünftige Fachkräfte, und zwar nicht nur für Asbestfälle. Reinheckel versichert: „Wir wollen auch noch weiter einstellen, wenn Anfragen da sind.“

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Ihr Team von

Borchers
Fussbodentechnik

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